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Ochratoxin A in Palmkernmehl

Mykotoxine

Das Palmkernmehl

Palmöl ist weltweit ein wichtiger Rohstoff in der Lebensmittel-industrie und für die Erzeugung von Energie. Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Palmölfrucht gewonnen. Neben dem Palmöl kann aus der Frucht auch das weniger bekannte Palmkernöl hergestellt werden, welches wie der Name schon sagt, aus dem Kern der Steinfrucht gewonnen wird. 

Während des Extraktionsprozesse von Palmkernöl entsteht das Hauptnebenprodukt Palmkernmehl. Das Mehl wird hauptsächlich Tierfuttermittel hinzugefügt, da es reich an Proteinen und Fasern ist. Vor allem findet man Palmkernmehl in Futtermittel für Wiederkäuer, Kaninchen und Gefügel. Während des Trocknungsprozesses oder bei falscher Lagerung von Palmkernmehl können Mykotoxine entstehen. Eine zu hohe Mykotoxinkontamination in Futtermittel kann in der Viehzucht hohe ökonomische Einbußen zur Folge haben, da sie sich stark auf die Tiergesundheit auswirkt. 

Ochratoxin A in Lebens- und Futtermitteln

Ochratoxin A ist ein natürlich vorkommendes Mykotoxin, das von Schimmelpilzen der Gattungen Aspergillus und Penicillium als Primärkontamination gebildet wird. Der Verzehr von mit Schimmelpilzen kontaminierten Lebens- und Futtermittel kann zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden bei Mensch und Tier führen.

EU-weit ist ein maximal zulässiger Höchstgehalt für Mykotoxine festgelegt. Bei der Überschreitung des Höchstgehalts darf das Lebensmittel bzw. Futtermittel nicht importiert werden. 

LCTech hat speziell für die Aufreinigung von Ochratoxin A in Lebens- sowie Futtermitteln die Immunoaffinitätssäulen OtaCLEAN entwickelt. Diese erzielt selbst bei schwierigen Matrices sehr gute Wiederfindungsraten. Sie weißt außerdem eine hohe Matrixtoleranz auf und ist in der Lage Ochratoxin A hochspezifisch zu binden. Sie ist sowohl zur manuellen als auch zur automatisierten Bearbeitung geeignet.

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 20 g Palmkernmehl mit 2 g Natriumchlorid. Extrahieren Sie die Mischung durch 100 mL Methanol/Wasser (80/20 (v/v)) und 50 mL n-Hexan, um Fette und ätherische Öle zu entfernen. Für die Erzielung hoher Extraktionseffizienz, führen Sie die Extraktion mindestens 10 Minuten durch. 

Filtrieren Sie den Rohextrakt und verdünnen Sie 2 mL der n-Hexan freien, methanolischen Phase mit 12 mL PBS (enthält 8 % Tween20). Laden Sie anschließend 14 mL der Probe (0,4 g Matrix) auf die Immunoaffinitätssäule OtaCLEAN.

Waschen Sie die Säule mit 10 mL deionisiertem Wasser, um die Detergenzreste effizient zu entfernen. Geben Sie die Waschlösung portioniert auf die Säule. 
Eluieren Sie das Toxin anschließend mit 2 mL Methanol.

Achten Sie dabei drauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt, um eine vollständige Denaturierung der Antikörper und somit die Freisetzung des Toxins zu gewährleisten. Am Ende verdünnen sie das Eluat auf das Laufverhältnis der HPLC, um die Probe zu injizieren.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

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