Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Hanf

Mykotoxine

Hanf

Hanf, auch als Cannabis bekannt, zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen dieser Welt. Bereits 10.000 v. Chr. wurde Hanf in China als Heilpflanze benutzt und wird dadurch häufig als „Panaceas“ bezeichnet, was so viel wie „Allesheiler“ bedeutet. Daher wird Hanf auch gerne zur Schmerzlinderung bei Krankheiten wie z. B. Aids, Krebs, MS und Rheuma eingesetzt. Aus diesem Grund ist der Erwerb und die Einnahme mit Rezept in einigen Ländern wie z. B. in Kanada, USA, Uruguay, etc. legalisiert. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze sind universell einsetzbar und können zur Herstellung vieler verschiedener Produkte verwendet werden, wie beispielsweise Tee. 

Hanfblütentee weist eine Vielzahl gesundheitsfördernder und beruhigende Eigenschaften auf. Er lindert zum Beispiel Beschwerden bei Migräne oder hilft bei Schlafstörungen. Zudem wirkt der Tee entschlackend und zügelt den Appetit, weshalb er gerne begleitend zu Diäten eingesetzt wird.

Durch Modifikation der Blüten wird das enthaltende THC in CBN umgewandelt und hat dadurch keine berauschende Wirkung mehr. Bei einer falschen Lagerung oder Trocknung von Hanf können sich jedoch Schimmelpilze bilden, die wiederum giftige Mykotoxine bilden können, welche Leber und Niere schädigen oder sogar Krebs auslösen können. Wenn der befallene Hanf zu Tee verarbeitet wird, kann das für den Verbraucher schädlich sein.

Automatisierte Aufreinigung mit FREESTYLE SPE

Ob am Tag, in der Nacht und sogar am Wochenende - das automatisierte FREESTYLE System übernimmt unbeaufsichtigt rund um die Uhr Ihre täglichen Routineaufgaben im Bereich der Mykotoxinanalytik, damit Ihnen mehr Zeit für andere wichtige Tätigkeiten im Labor bleibt.

Für die automatisierte Aufreingung von Aflatoxine und Ochratoxine in Hanf, extrahieren, filtrieren und verdünnen Sie ihn entsprechend der Angaben des Bearbeitungsprotokolls der nachfolgenden Seite. Stellen Sie anschießend die Probe in das FREESTYLE SPE, bestücken Sie die Racks mit den notwendigen Säulen und paramentieren Sie in der Software mit wenigen Mausklicken die Methode und starten Sie das System - fertig.

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 10 g Hanf und versetzen Sie ihn mit 2 g Natriumchlorid. Extrahieren Sie die Mischung anschließend durch 100 mL Methanol/Wasser (80/20 (v/v)) und 50 mL n-Hexan, um ätherische Öle und Fette zu entfernen.
Für die Erzielung einer hohen Extraktionseffizienz, führen sie die Extraktion 30 Minuten durch.

Filtrieren Sie den Rohextrakt und verdünnen Sie 2 mL mit 12 mL PBS (enthält 8 % Tween20). Laden Sie im Anschluss 14 mL der Probe (entsprechen 0,2 g Matrix) entweder auf eine AflaCLEAN Säule, AflaCLEAN Select Säule oder auf eine OtaCLEAN Säule. Um eine effiziente Bindung der Toxine an die Antikörper zu ermöglichen, darf die Flussgeschwindigkeit 2 mL/min nicht überschreiten. Waschen Sie die Säule mit 2 x 5 mL deionisiertem Wasser und verwenden Sie die Waschlösung, um zuvor Probenreste aus dem Vorlagegefäß auszuspülen.

Eluieren Sie das Toxin mit 2 mL Methanol. Achten Sie darauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt, um eine vollständige Denaturierung der Antikörper zu gewährleisten.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

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