Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Pistazien

Mykotoxine

Pistazien

Ob salzig, als Eis oder als edle Deko auf Pralinen - Pistazien begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen. Die Steinfrucht gehört zur Familie der Sumachgewächse. Bereits in der Antike wurde Sie als Delikatesse geschätzt, im römischen Reich sogar als Heilmittel verwendet.

Die Frucht besteht zum größten Teil aus ungesättigten Fettsäuren und hat einen großen Anteil an B-Vitaminen. Pistazien sind besonders anfällig für das Entstehen von Mykotoxinen, da Sie eine gute Grundlage für das Wachstum von Schimmelpilzen bieten, deren Stoffwechselprodukte toxische Wirkungen haben können. Ein zu hoher Anteil an an Mykotoxinen kann daher für Menschen giftig sein. Aus diesem Grund finden EU-weit strenge Kontrollen beim Import von Pistazien statt. Bei einem zu hohen Mykotoxingehalt werden sie an das Herkunftsland zurückgewiesen.

Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Pistazien

Aflatoxine B/G und Ochratoxine A werden oft gemeinsam in vielen Lebens- und Futtermitteln gefunden. Um die Extraktion der beiden Mykotoxine zu erleichtern, entwickelte LCTech die Alfa-OtaCLEAN Säulen für eine kombinierte Aufreinigung. Die Afla-OtaCLEAN Säulen sind im praktischen 3 mL Format erhätlich. Zusätzlich bietet LCTech auch miniaturisierten 1 mL Säulen an. Sie können die Immunoaffinitätssäule AflaCLEAN SMART und OtaCLEAN SMART aufeinander stecken und somit ebenfalls Aflatoxine B/G und Ochratoxine A in einem Arbeitsschritt aufreinigen.

Auf der nachfolgenden Seite finden Sie ein Bearbeitungsprotokoll mit der Verwendung einer Afla-OtaCLEAN 3 mL Säule und mit einer AflaCLEAN SMART bzw. OtaCLEAN SMART Säule.

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 20 g Pistazien durch 100 mL Methanol/ Wasser (80/20 (v/v)). Für die Erzielung einer hoher Extraktionseffizienz, führen Sie die Extraktion unter Verwendung einer Ultraturrax 3 - 5 Minuten und unter Verwendung eines Magnetrührers für 10 - 20 Minuten durch. Filtrieren Sie den Rohextrakt und verdünnen Sie im Anschluss 7 mL der n-Hexan freien Phase mit 43 mL PBS. Filtrieren Sie den verdünnten Extrakt durch einen Whatman Glasfaserfilter zur Entfernung von Trübungen.

AlflaCLEAN SMART und OtaCLEAN SMART Säule:
Stecken Sie die AlfaCLEAN SMART Säule über den Male/Female-Luer Anschluss auf die OtaCLEAN SMART Säule. Die Säulen können durch den speziellen Anschluss druckdicht kombiniert werden. Laden Sie 10 mL Probe (entsprechen 0,28 Gramm Matrix) mit einer maximalen Flussrate von 1,5 mL/ min auf die Säulen. Spülen Sie das Probengefäß mit 2 mL deionisierten Wasser und laden Sie die Spüllösung ebenfalls auf die Säule.

Eluieren Sie die AflaCLEAN SMART und OtaCLEAN SMART mit 400 µL Methanol. Die Elution beider Säulen gleichzeitig ist möglich, insofern die Analytik eine gleichzeitige Messung der beiden Toxingruppen vorsieht. Achten Sie darauf, dass das Elutionsmittel mindestens 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt bevor das Eluat aufgefangen wird. Trocknen Sie die Säule durch einen kurzen Luftstrom und fangen Sie Reste des Eluats auf.

Alfa-OtaCLEAN Säule:
Laden Sie 50 mL Probe auf die 3 mL Afla-OtaCLEAN Säule (entsprechen 1,4 g Matrix). Spülen Sie das Probengefäß mit 10 mL deionisiertem Wasser und laden Sie die Spüllösung ebenfalls auf die Säule. Trocknen Sie das Säulenbett mit einem kurzen Luftstrom und eluieren Sie die Toxine mit 2 mL Methanol. Achten Sie darauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt und somit eine vollständige Denaturierung der Antikörper und die vollständige Freisetzung des Toxins gewährleistet wird.

Fazit:
Im Vergleich zur 3 mL Afla-OtaCLEAN Säule erhalten Sie mit AflaCLEAN SMART und OtaCLEAN SMART ein geringeres Volumen bei gleichbleibender Konzentration. Damit sparen Sie nicht nur Lösungsmittel, sondern auch Geld.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

Zurück zu: Matrix des Monats