Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Schokolade

MYKOTOXINE

Schokolade

Schokolade ist aus unserem Leben einfach nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Mitteleuropäer kommt einen Monat ohne Schokolade aus. Sei es als Brotaufstrich, Keksfüllung, in Torten oder einfach nur als kleines „Dankeschön“ - jeder liebt sie. Der süße Genuss regt unseren Körper an, das Glückshormon Serotonin auszuschütten. Dieses wirkt direkt im Gehirn, wodurch wir uns ausgeglichen, zufrieden und glücklich fühlen.
 
Die zur Herstellung der Schokolade benötigten Kakaobohnen werden überwiegend aus der Elfenbeinküste und anderen Ländern rund um den Äquator importiert. Da die Bohnen nach der Ernte einen hohen Wassergehalt aufweisen, müssen diese vor dem Import nach Deutschland bzw. vor der weiteren Verarbeitung im Herkunftsland getrocknet werden. Beim Trocknungsprozess oder unter falschen Lagerbedingungen, können Mykotoxine in der Kakaobohne entstehen. Diese können für den Menschen in einem zu hohen Anteil giftig sein. 

Probenaufreinigung leicht gemacht durch Automation mit FREESTYLE SPE

Am Tag, in der Nacht und sogar am Wochenende - das automatisierte FREESTYLE System übernimmt unbeaufsichtigt rund um die Uhr Ihre täglichen Routineaufgaben im Bereich der Mykotoxinanalytik, damit Ihnen mehr Zeit für andere wichtige Tätigkeiten im Labor bleibt.
Jede manuelle SPE-Methode, die sich in Ihrem Labor bewährt hat, lässt sich direkt auf das System übertragen. Erstellte Methoden können abgespeichert und danach wiederverwendet oder modifiziert werden.  

Die Anwendungsbereiche erstrecken sich dabei von Lebens- und Futtermittel- über Umweltproben, bis hin zu forensischen Applikationen und Dopingproben.
Führen Sie einfach die auf der nachfolgenden Seite beschriebenen Bearbeitungsschritte zur Vorbereitung durch. Positionieren Sie anschließend die Schokoladenprobe im FREESTYLE SPE, parametrieren Sie in der Software mit wenigen Mausklicken die Methode und starten Sie das System - fertig.

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 10 g Schokolade und versetzen Sie die Probe mit 2 g Natriumchlorid. Extrahieren Sie die Mischung durch 100 mL Methanol/Wasser (80/20 (v/v)) und 50 mL n-Hexan, um Fette und ätherische Öle zu entfernen.  Für die Erzielung hoher Extraktionseffizienzen, führen Sie die Extraktion mindestens 30 Minuten durch. 

Filtrieren Sie anschließend den Rohextrakt und verdünnen Sie 2 mL des Filtrats mit 12 mL PBS (enthält 8 % Tween). Im nächsten Schritt laden Sie 14 mL der Probe auf eine Immunoaffinitätssäule Afla-OtaCLEAN. Um eine effiziente Bindung der Toxine an die Antikörper zu ermöglichen, sollte die Flussgeschwindigkeit 
2 mL / min nicht überschreiten.

Spülen Sie die Säule mit 10 mL deionisiertem Wasser und laden Sie die Spüllösung ebenfalls auf die Säule, um Matrixinterferenzen aus der Säule zu entfernen. 
Trocknen Sie die Säule mit einem kurzen Luftstrom und eluieren Sie anschließend das Toxin mit 2 mL Methanol. Achten Sie darauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt, um somit die vollständige Denaturierung der Antikörper zu gewährleisten.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

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