Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Putenaufzuchtfutter

Mykotoxine

Das Putenfleisch

Als Gulasch, Spieß oder Steak - Putenfleisch gehört zu den beliebtesten Fleischsorten der Deutschen. Es ist nicht nur vielseitig einsetzbar und kinderleicht zuzubereiten, sondern liefert uns auch viel hochwertiges Eiweiß, lebenswichtiges Eisen, B-Vitamine und Mineralstoffe. Zusätzlich enthält es einen hohen Anteil an Niacin und regt somit den Stoffwechsel an. Darüber hinaus ist Putenfleisch kalorien- und fettarm. 

Um die gute Qualität unseres Fleisches aber auch die Tiergesundheit zu erhalten, spielt vor allem das Futtermittel, wie in diesem Fall Putenaufzuchtfutter, eine entscheidende Rolle. Mykotoxine im Futtermittel können zu erheblichen Ertrags- und Qualitätseinbußen in der Landwirtschaft führen, da sie große Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere haben. Selbst durch Getreidestaub können Mykotoxine ins Futter gelangen und die Qualität dadurch mindern.

Automatisierte Probenvorbereitung mit FREESTYLE SPE

Damit wir unsere Lebensmittel weiterhin mit gutem Gewissen verzehren können, entwickelt und vertreibt LCTech bereites seit 1998 Produkte und Methoden für die Vorbereitung und Analyse von Lebens- und Futtermitteln sowie Umweltproben.

Die Produktpalette umfasst halb- und vollautomatisierte Probenvorbereitungssysteme und Verbrauchsmaterialien für die Analytik von Kontaminationen und Rückständen. 

Das automatisierte Robotiksystem FREESTYLE SPE zum Beispiel, bietet einzigartige Möglichkeiten für die Probenvorbereitung per Festphasenextraktion (SPE). Jede manuelle SPE-Methode, die sich bereits im Labor bewährt hat, lässt sich einfach und schnell automatisieren. Führen Sie einfach die auf der nachfolgenden Seite beschriebenen vorbereiteten Bearbeitungsschritte durch. Positionieren Sie die Probe anschließend im FREESTYLE SPE, parametrieren Sie in der Software mit wenigen Mausklicken die Methode und starten Sie das System - fertig.

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 10 g Putenaufzuchtfutter und versetzen Sie es mit 1 g Natriumchlorid. Extrahieren Sie anschließend die Mischung durch 50 mL Methanol/Wasser (80/20 (v/v)) und 25 mL n-Hexan, um Fette und ätherische Öle zu entfernen. Für die Erzielung besonders hoher Extraktionseffizienzen, führen Sie die Extraktion für mindestens 10 Minuten durch.

Filtrieren Sie den Rohextrakt und verdünnen Sie 10 mL davon mit 64,5 mL PBS. Führen Sie eine weitere Filtration durch, um mögliche Präzipitationen zu entfernen. 

Laden Sie 50 mL der Probe (entsprechen 1,4 g Matrix) auf eine Afla-OtaCLEAN Säule für die Aufreinigung beider Toxine auf einmal oder einzeln je nach Toxin auf eine AflaCLEAN oder OtaCLEAN Säule. Waschen Sie die Säule im Anschluss mit 10 mL deionisiertem Wasser.

Trocknen Sie die Säule mit einem kurzen Luftstrom. Eluieren Sie das Toxin mit 2 mL Methanol. Achten Sie darauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt, um eine vollständige Denaturierung der Antikörper und somit die Freisetzung des Toxins zu gewährleisten.

Verdünnen Sie das Eluat auf Laufmittelverhältnisse und messen Sie es mittels HPLC mit Fluoreszenz-Detektion oder LC-MS.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

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