04. - 05. April 2019

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Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Ingwer und Anis

Mykotoxine

Die Gewürze der Weihnachtszeit

Der Duft nach Weihnachten verbreitet sich überall. Die Weihnachtsmärkte sind geöffnet und locken mit Glühwein, Plätzchen und anderen Leckereien. Ingwer, Zimt, Anis und Nelken gehören dabei mit zu den beliebtesten Weihnachtsgewürzen. 

Doch Gewürze sind insbesondere bei unsachgemäßer Verarbeitung häufig anfällig für die Bildung von Mykotoxinen wie Aflatoxin B/G und Ochratoxin A. Aus diesem Grund sind die Höchstgehalte an Mykotoxinen gesetzlich sehr streng reguliert. In den Gewürzen enthaltene Farbstoffe, ätherische Öle oder andere Matrixstörungen machen eine Untersuchung jedoch oft zu einer Herausforderung. 

Aufreinigung von Aflatoxinen B/G und Ochratoxin A

Aflatoxine und Ochratoxin A finden sich oft gemeinsam in Gewürzen. Um die Arbeit zu erleichtern und die Arbeitszeit zu halbieren, hat LCTech neben der AflaCLEAN und OtaCLEAN Säule, die kombinierte Immunoaffinitätssäule Afla-OtaCLAN zur Aufreinigung von Aflatoxin B1, B2, G1, G2 und Ochratoxin A entwickelt. 

Die Säulen sind im praktischen 3 mL Polypropylen-Format erhältlich, automatisiert zu bearbeiten (z. B. mit dem LCTech Robotiksystem FREESTYLE SPE) und 18 Monate ab Herstellungsdatum bei Raumtemperatur haltbar. 

Die chromatographischen Ergebnisse sind hervorragend, ohne störende Begleitsignale und mit sehr hohen Wiederfindungen, selbst bei schwierigen Proben, wie Gewürze. Überzeugen Sie sich selbst auf den nachfolgenden Seiten. Mithilfe der Immunoaffinitätssäulen AlfaCLEAN, OtaCLEAN und Afla-OtaCLEAN haben wir die Säulenperformance sowie die Wiederfindungsraten von Aflatoxin B/G und Ochratoxin A in Ingwer und Anis genauer unter die Lupe genommen. 

Bearbeitungsprotokoll

Homogenisieren Sie 10 g Ingwer oder Anis und versetzen Sie die Probe mit 2 g Natriumchlorid. Extrahieren Sie die Mischung durch 100 mL Methanol/Wasser (80/20 (v/v)) und 50 mL n-Hexan, um Fette und ätherische Öle zu entfernen. Für die Erzielung hoher Extraktionseffizienzen, führen Sie die Extraktion für 30 Minuten durch.

Filtrieren Sie den Rohextrakt und verdünnen Sie 2 mL davon mit 12 mL PBS (enthält 8 % Tween20). Laden Sie 14 mL der Probe (entspricht 0,2 g Matrix) auf die jeweilige Immunoaffinitätssäule Afla-OtaCLEAN, AflaCLEAN oder OtaCLEAN. Waschen Sie die Säule jeweils mit 10 mL deionisiertem Wasser und trocknen Sie sie anschließend mit einem kurzen Luftstrom. 

Eluieren Sie das Toxin mit 2 mL Methanol von der Säule. Achten Sie darauf, dass das Methanol 5 Minuten in das Säulenbett einwirkt, um eine vollständige Denaturierung der Antikörper und somit die Freisetzung des Toxins zu gewährleisten.

Verdünnen Sie das Eluat auf Laufmittelverhältnisse und messen Sie es mittels HPLC mit Fluoreszenz-Detektion oder LC-MS.

Weitere Details, Wiederfindungsraten, HPLC-Bedingungen und Chromatogramme finden Sie hier.

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