Die Bidirektionale SPE (BD-SPE)

FREESTYLE

Bidirektionale SPE – für schwierige Proben im Bereich der Forensik und Toxikologie

Mit dem Probenaufgabeverfahren der bidirektionalen SPE (Festphasenextraktion) können selbst schwierige Matrices, wie z. B. Gehirngewebe oder ähnliche Matrices, automatisiert und unbeaufsichtigt 24 Stunden an 7 Tagen pro Woche bearbeitet werden. Eine Kreuzkontamination kann dabei verfahrensbedingt ausgeschlossen werden.

Das Verfahren der bidirektionalen SPE

Das FREESTYLE System saugt die homogenisierte und gepufferte Probe, z. B. Hirngewebe, über die Spitze einer SPE-Säule auf. Der Schritt des Ladens, bei dem die Matrix normalerweise mit dem Robotiksystem in Berührung kommt, wird damit in umgekehrter Richtung durchgeführt. Das heißt, dass die Probe nicht von oben auf die Kartusche geladen wird, sondern über die Luer Spitze in das Sorbens gesaugt wird. Die Probe passiert das Sorbens und wird danach wieder in „normaler“ Richtung in ein Abgabeglas abgegeben, wobei sie das Sorbens ein zweites Mal durchfließt.

Bei dieser Art der Probenauf- und -abgabe kommt die Probe zu keinem Zeitpunkt mit dem Robotiksystem an sich in Berührung, wodurch eine Verschleppung von einer zur nächsten Probe ausgeschlossen werden kann.

Ungewünschte Matrixeffekte werden minimiert und die Elution der Analyten ist mit minimalen Lösungsmittelmengen möglich. Die ursprünglich eingesetzte Probe wird in einem Vial direkt neben dem Probenvial gesammelt und steht dem Anwender bei Bedarf für weitere Analysen zur Verfügung. 

Arbeitsprinzip der BD-SPE: